Advent

 

Advent: Wir warten auf die Ankunft Jesu

Schatzkiste im November 2016

 

„Einfach spitze, dass du da bist!“ Mit diesem Lied beginnt die Schatzkiste am 25. November 2016. Mit 30 Kindern ist auch die zweite Schatzkiste im Schuljahr 2016/17 ausgebucht. Und alle singen, stampfen, klatschen, hüpfen und tanzen gleich zu Beginn fröhlich mit.

 

 

Die „alten“ erklären den „neuen“ Kindern: bei der Schatzkiste geht es um Gott, Jesus und den Heiligen Geist. Und natürlich wird auch die Schatzkiste gesucht! Mit vereinten Kräften ist sie schnell gefunden und Patrick trägt sie ins Clubhaus. Laura und Hanna helfen beim Öffnen und zeigen den anderen Kindern, was sie in der Schatzkiste finden: Tannenzweige, Kerzen, rote Schleifen, Äpfel, Nüsse und Strohsterne. Schnell kombinieren alle: diesmal geht es in der Schatzkiste um Weihnachten und Advent. Was Advent denn bedeutet? Da sind sich die Kinder nicht so sicher. Sie lernen: Advent kommt vom lateinischen Wort „adventus“, das „Ankunft“ bedeutet. Wessen Ankunft denn da gemeint sein könnte? „Jesus!“ ruft Jonathan laut und alle stimmen zu. Und alle sind sich auch einig: das Warten auf Weihnachten, an dem wir die Geburt Jesu feiern, ist gar nicht so leicht. Aufgeregt erzählen die Kinder von ihren Adventskalendern, die ihnen zum Glück beim Warten helfen.

Noch ein anderes „Hilfsmittel“ gibt es, um die Wartezeit zu verkürzen und zu verschönern: den Adventskranz. Die Kinder hören die Geschichte von Johann Hinrich Wichern, der den Adventskranz vor über 180 Jahren erfunden hat, weil Kinder genauso wie heute fragten: „Wie lange dauert es noch bis Weihnachten? Wie viel Mal müssen wir noch schlafen?“ Alle helfen anschließend mit dem, was sie in der Schatzkiste gefunden haben, einen großen Adventskranz zu gestalten. Dabei lernen sie auch die Symbolik der immergrünen Tannenzweige, Kranzform, Kerzen, roten Schleifen, Äpfel, Nüsse und Strohsterne kennen.

Im Anschluss beschäftigen sich die Kinder in drei Stationen näher mit Advents- und Weihnachtsthemen: In der ersten Station geht es um den Stern über Bethlehem, der über der Krippe leuchtet. In der Nacht, in der Jesus geboren wurde, erlebten Maria, Josef und die Hirten etwas Einmaliges. So einmalig, dass wir das auch über 2000 Jahre später noch feiern. Die Kinder überlegen, welche unvergesslichen „Sternstunden“ sie in ihrem Leben erlebt haben beziehungsweise sich noch wünschen. Sebastian erzählt von seinem letzten Geburtstag, an dem er von seiner Familie richtig toll überrascht wurde. Eva findet die Tage immer ganz besonders toll, an denen ihre Freundin Anna bei ihr übernachten darf und sie ganz viel Zeit zusammen haben. Beim Erzählen entsteht mit einem Wollfaden ein Stern, der alle Kinder miteinander verbindet. Als Erinnerung an den leuchtenden Stern über der Krippe und ihre ganz eigenen Sternstunden basteln die Kinder anschließend einen Stern aus Transparentpapier, den sie sich zuhause ans Fenster hängen können.

In der zweiten Station hören die Kinder das Märchen von der „Halle der Welt“, in dem ein Prinz die Königswürde erlangt, indem er eine große Halle mit dem Licht einer einzigen Kerze füllt. Die Kinder erfahren, dass wir in der Advents- und Weihnachtszeit Kerzen anzünden, um daran zu erinnern, dass Gott uns mit Jesus sein Licht in die Welt schickt. Jesus ist das Licht der Liebe, das die Welt hell und warm machen möchte. Im Gedenken daran verzieren die Kinder mit bunten Wachsplatten ihre eigenen Kerzen.

In der dritten Station hören die Kinder eine Geschichte und ein Lied über Mariä Verkündigung und beschäftigen sich näher mit Engeln als Boten Gottes. Wie stellt ihr euch Engel vor? Gibt es Engel auch heute noch? Wer könnte heute ein Engel sein? Der letzten Frage nähern sich die Kinder, indem sie paarweise versteckte Puzzleteile suchen und zusammenfügen: da entstehen Bilder von Kindern, die miteinander teilen, andere trösten, bei Hausaufgaben und beim Abwasch helfen und für ein Kind im Rollstuhl da sind. Die Puzzles regen die Kinder dazu an, zu überlegen, wer für sie einmal wie ein Engel war. Zwei Mädchen erzählen, wie ihnen dabei geholfen wurde, ihre verlorene Mutter wiederzufinden. Mehrere Kinder berichten von Nichtschwimmern, die von Eltern oder Onkeln aus dem tiefen Wasser gerettet wurden. Und warst du auch selbst schon einmal für andere wie ein Engel? Eva und Leopold erzählen von verletzten Geschwistern, die sie getröstet haben. Hanna erzählt, wie ein neues Mädchen in ihre Kindergartengruppe kam und am Anfang viel geweint hat. Sie hat sie dann an die Hand genommen und mit ihr gespielt. Die Kinder erfahren: Engel bringen Botschaften von Gott, bieten Schutz und Begleitung. Und die Kinder können selbst mit dem was sie sagen und tun Gottes Botschaft weitergeben und für andere wie ein Engel sein. Zum Abschluss basteln sie aus einer menschlichen Figur und einem Herzen einen Engel, bei dem man gleich merkt, worauf es bei den Boten Gottes ankommt: auf die Botschaft von Gottes Liebe zu den Menschen.

 

 

Am Ende der Schatzkiste kommen alle noch einmal um den großen Adventskranz zusammen. Es wird an die letzte Schatzkiste zu Abraham erinnert. Abraham und Sara haben lange auf ein Kind gewartet und bekamen diesen Wunsch dann von Gott erfüllt. Das geduldige Warten und das Vertrauen in Gottes Zusage haben sich für Abraham und Sara gelohnt.

 

 

Die Kinder erfahren: für uns alle lohnt sich das Warten auf Weihnachten. Gott macht uns an Weihnachten ein ganz großes Geschenk: er schickt uns seinen Sohn Jesus.

 

 

Ein Adventskranz kann dabei helfen, die Wartezeit ein wenig schöner und kürzer zu machen. Im Vorgriff auf den ersten Advent dürfen die Kinder schon einmal die erste Kerze an ihrem großen Adventskranz anzünden.

 

Sie denken noch einmal an Jesus als Licht der Welt, mit dem sie sich in einer Station beschäftigt haben. Mit ihren selbstgebastelten Kerzen können sie Jesus nachfolgen und sein Licht und seine Liebe in die Welt tragen. Und sie können mit dem was sie sagen und tun für andere Menschen sein wie ein Engel, ein Bote von Gott, so wie sie es in einer anderen Station besprochen haben. Nach dem Vater Unser und dem Abschlusslied stürmen die „Weihnachtsboten“ mit ihren Tüten voller Basteleien fröhlich den wartenden Eltern entgegen.

 

Das Schatzkisten-Team wünscht allen Kindern und ihren Familien eine frohe Advents- und Weihnachtszeit!

Christine Kirchweger, Annegret Labahn, Catharina Mehl

und Martina Schmid-Lindenmayer

 

 

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